Seychellen Reisetipps von A bis Z

Wer zum ersten Mal auf die Seychellen reist, stellt sich sicherlich genau so viele Fragen, wie auch wir dies vor unserer Abreise taten. Wo und wie kann man Geld abheben? Wie ist es mit der Sicherheit? Wie mit dem Essen gehen? Kann man das Wasser aus dem Hahn trinken? Sollte ich ein Auto mieten? ...und vieles mehr. Wir waren im Juni 2017 im Inselparadies der Seychellen auf La Digue und Mahé. Wieder zuhause versuchen wir nochmal die dringendsten Fragen aus dem Gedächtnis zu kramen und mit unserer neu gewonnene Seychellen-Erfahrung zu beantworten. Natürlich dürft ihr auch gerne Fragen stellen, wenn noch Aspekte ungeklärt bleiben. Hier unsere Seychellen Reisetipps von A bis Z - inklusive Fotos und Videos:

Reisetipps Seychellen Fragen Antworten A bis Z

Fragen und Antworten über die Seychellen

Kurz vorweg: Viele der unten genannten Fakten sind rein subjektiv und entstanden zum Zeitpunkt (Juni 2017) als wir auf den Seychellen - und zwar nur auf La Digue und Mahé - waren. Wir sind für jedes Update und jede Verbesserung dankbar und pflegen diese gerne in die Liste ein!

 

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Unsere Seychellen-Reisetips im Vor-Ort-Video


A

  • Auto/Autofahren, siehe --> Mietwagen
SeyBrew Bier Beer Cerveza Seychelles Seychellen Alkohol
  • Alkohol
    Den berühmten Takamaka-Rum haben wir lediglich als Souvenir mit nach Hause gebracht. Und als Hart-Alk-Nicht-Fans bisher noch nicht probiert. Man bekommt ihn eigentlich in allen Geschäften, die etwas größer sind als "Tante Emma". Der Preis lag bei >= 130 SCR pro 0,7 L-Flasche.
    Was wir häufiger in Anspruch genommen haben war das obligatorische Feierabend-Bier. Vor allem auch zum Elektrolyt-Ausgleich nach einem schweißtreibenden Tag am Strand :-) Die heimische Marke SeyBrew trinkt sich "ganz ok" und erinnert geschmacklich an ein dünnes Durchschnittsbier. Als "schlecht" würden wir es jedoch nicht bezeichnen. Im Laden gibt´s die recht kleinen Flaschen (übliches Volumen = 280 ml) ab ca. 33 SCR. Im Preis nicht viel teurer gibt es auch allerhand importierte Biersorten aus aller Welt wie Fosters, Carlsberg, Tyskie um nur einige zu nennen.

 

Sicherlich gibt es auch andere tolle Apps und sicher auch für Apple-Nutzer. Schaut einfach mal  nach. Die kleinen Helfer auf dem Smartphone sind teilweise sehr, sehr nützlich!

 

B

  • Baby / Kleinkind / Kind
    Ob und wie man sich dafür entscheidet mit dem Nachwuchs auf die Seychellen zu Reisen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Dem tropischen Spaß geht schließlich eine langstrecken-Flugreise voraus. Aus unserer Sicht können wir nur sagen: "Ja es war anstrengend mit einem 22 Monate jungen Kind zu reisen und zu urlauben. Aber dennnoch würden wir es wieder tun!". Zumindest auf den Seychellen. Denn Sicherheit, Sauberkeit und medizinische Versorgung sind ebenso vorhanden wie der sichere Nachschub an Babyartikeln aller Art (siehe --> Windeln). Noch dazu können wir bestätigen, dass außer uns relativ viele Familien mit Kindern zwischen Säugling bis Schulalter den weiten Weg ins Paradies auf sich genommen haben. Hier auch noch ein Beweisfoto mit dem Junior an der Source D´Argent:
  • Bier, siehe --> Alkohol
  • Briefmarken / Briefe, siehe --> Postkarten

D

E

  • Elektritität, siehe --> Strom

F

  • Fahrrad

    Auf der herrlichen, kleinen Insel La Digue ist das Fahrrad das beste und einfachste Fortbewegungsmittel. Jeder hat  (mindestens) eins und ausleihen kann man sie auch an vielen Stellen.  Zwar kann es selbst auf der Strandstraße mal hügelig bergauf und -ab gehen (vor allem wenn man „rüber“ zur Grande Anse fährt) aber ansonsten ist man mit dem Rad bestens bedient, um an die Strände, zum Einkaufen, zum Essen, zu Sehenswürdigkeiten und wieder zur Unterkunft zu gelangen. Der allgemeine Durchschnittspreis pro Rad pro Tag liegt bei ca. 7 € Mietgebühr. Die Räder, die wir gesehen und genutzt haben, waren allesamt keine billig-Drahtesel sondern mittelpreisige Mountainbikes mit 21-Gang-Schaltung. Dennoch sind gerade die Schaltung und die Bremsen aufgrund der kontinuierlichen Nutzung nicht immer optimal eingestellt. Auf Nachfrage haben wir problemlos und ohne Aufpreis ein Rad mit Kindersitz für den Junior bekommen. Aufpassen: bei unserem Kindersitz merkten wir erst schmerzlich (!), dass kein Schutz für die Kinderfüße in Richtung Speichen besteht. Tip: Mit einer Schnur banden wir zukünftig die Sandalen des Juniors auf den Stellflächen fest, sodass seine Füße nicht mehr aus Versehen in die Speichen geraten konnten. Aua, aber nochmal gut gegangen!
    Das Fahrrad auf Mahé ist nach unserer Einschätzung aufgrund der deutlich größeren Distanzen, die man hier zurücklegen muss, um die Insel zu erkunden, nicht geeignet. Außerdem herrscht ein viel intensiveres KFZ-Aufkommen als auf La Digue. Man wäre zwar kein Freiwild, aber generell hätte man auf den engen Straßen sicherlich schnell das „Gefühl des Gejagten“. Auf Mahé greift man besser zum --> Mietauto.

Auf La Digue ist eine Radtour einfach ein Muss. Kindersitze gibt es auf Nachfrage zum Bike dazu:

 

Kostenlose Rundfahrt über La Digue Seychellen mit unserer Lenker-Cam

Tip Fotoausrüstung Equipment Kamera Seychellen Sand Pflege
Der unglaublich feine Sand auf den Seychellen ist der Feind einer jeden Fotoausrüstung
  • Fotoausrüstung / Technik

Dieses Thema ist viel zu weitläufig und zu individuell, um gezielt Tips geben zu können. An dieser Stelle nur diese wenigen, allgemeinenHinweise: Der Sand auf den Seychellen ist so fein, wie wir ihn noch nirgendwo anders auf der Welt gesehen haben. Dieses fast schon mehlige Pulver setzt sich gnadenlos in all Deiner Technik ab. An allen nur erdenklichen Ecken und Schlitzen Deiner Kameras und Objektive wird sehr schnell Sand sein! Wir hatten natürlich die üblichen Reinigungsutensilien (Pinsel, Tüchlein etc.) dabei, um Sand und auch Salz (letzteres ist am Strand auch gerne mal in der aufgewühlten Meeresluft mit dabei) regelmäßig zu entfernen. Weiterhin haben sich mit einem Zipper wasserdicht / luftdicht verschließbare Zip-Beutel aus dem Drogeriemarkt für unsere Technik bewährt. Wer noch sicherer gehen will, oder die Kamera sogar (im Flachbereich) zu Wasser lassen möchte, kann sich spezielle Unterwasser-Beutel oder auch passende Schutzhüllen fürs Handy besorgen. Als leidenschaftliche Taucher hatten wir wenigstens für unsere Kompaktkamera das Unterwasser-Gehäuse dabei.

  • Führerschein, siehe --> Mietauto

E

  • Essen / Einkaufen

    Preislich erinnern und die Seychellen stark an Costa Rica. Grob gesagt: Alles was in Deutschland 1 € kostet, kostet auf den Seychellen mindestens 1,50 € oder mehr. Vor allem auf La Digue, wo alles von Mahé aus nochmal per Boot hingebracht werden muss, sind die Preise noch einmal deutlich teurer. Wir haben dort für ein kleines Glas Auflöse-Kaffee ca. 10 € bezahlt. Ein erstmaliger Einkauf (etwas Wurst, ein paar Tomaten, Spaghetti, Kartoffeln, 1 Beutel Milch und Reis sowie eine Fertigsoße) schlug mit ca. 20 € in die Urlaubskasse. Aber wen wundert es. Schaut man auf die Produkte und ihre Herkunftsländer, so ist schnell klar: hier wird nichts selbst hergestellt, sondern alles aus der gesamten Welt importiert. Einige Beispiele: Corned Beef aus Brasilien, Ginger Ale aus Holland, Coke aus den Emiraten, Thunfisch aus Sri Lanka und vieles weiteres aus Indien, Südafrika und Kenia. Die Versorgungssituation im Generellen ist gut. Vom Tante Emma Laden bis hin zu Geschäften, die einem deutschen Supermarkt ohne Filialzugehörigkeit ähnlich sind, gibt es zumindest in den größeren Läden alles für den täglichen Bedarf und auch in gewissem Umfang darüberhinaus. Das gilt auch für Windeln und Baby- sowie Damenartikel. Die Frage ist nur: muss ich es zu diesem Preis haben, oder kann ich einmal darauf verzichten bzw. bringe ich mir einen Grundvorrat (Windeln!) von zuhause mit!?

Auch mit Brötchen aus dem Laden kann man auf den Seychellen (günstig) anprosten:

 

  • Essengehen

    Selbstverständlich gibt es tolle einheimische Restaurants mit creolischem Essen und natürlich Seafood aller Art. Natürlich hat all das auch wieder seinen Preis. Im Restaurant rechnet man pro Kopf mit 40 € aufwärts. Daneben gibt es sowohl auf La Digue, als auch auf Mahé die tolle Einrichtung der sog. „Takeaways“. Das sind Imbißbuden, die in den Mittags- und Abendstunden öffnen und zwischen einer einzigen bis hin zu etwa zehn fertigen Mahlzeiten anbieten. Ähnlich wie im Dönerladen gibt meist die Möglichkeit durch die gläserne Anrichte zu schauen, um zu sehen was aktuell alles in den Töpfen brodelt. Die Menüs werden leider meist in Wegwerfschalen aus Styropor plus Plastikbesteck ausgegeben. Dadurch wird der supergünstige Preis (etwa 50 SCR pro Mahlzeit) ein wenig getrübt. Denn aufgrund der Beliebtheit bei Einheimischen und Touristen fällt in den Takeaways so einiges an Müll an. --> Hinweis hierzu: gerüchtehalber soll seit Juli 2017 ein "ban" also ein Verbot von vielen Plastikverpackungen und PET-Flaschen auf den Seychellen eingeführt worden sein. Dies wäre sicherlich ein richtiger Schritt! (Update: 7.7.2017 - laut diesem Bericht ist dies korrekt!)

Geld wechseln abheben ziehen kreditkarte ec-karte bank seychellen la digue

G

 

  • Geld wechseln / abheben
    Vor allem für die großen Positionen „Unterkunft“ (weil --> Self Catering) sowie „Mietwagen“ hatten wir ca. 1.200 Euro in Bargeld bei uns. An den Schaltern am Flughafen wechselten wir direkt bei Ankunft ca. 300 € in SCR zu einem vernünftigen Wechselkurs und hatten somit seit Reisebeginn Landeswährung in der Hand. Geld Abheben funktionierte im weiteren Verlauf der gesamten Reise an diversen Geldautomaten in La Digue sowie auch in Mahé per Kreditkarte (DKB) problemlos. Ob und zu welchem Preis es mit EC-Karte geklappt hätte, können wir nicht sagen.
  • Gepäck, siehe --> Kleidung

H

  • Heiraten
    Eine beliebte Urlaubsbeschäftigung auf den Seychellen, die auch wir durchgeführt haben. Detaillierte Berichte zu diesem Thema folgen hier auf unserer Webseite.
  • Hygiene / Gesundheit

    Die hygienischen Verhältnisse auf den Seychellen würden wir als "sehr ordentlich und sicher" bezeichnen. Das Leitungswasser kann getrunken werden (siehe --> Trinkwasser) und es gibt keine offene Kanalisation bzw. große, verschmutzte oder brackige Gewässer. Auch Slums mit den zugehörigen Gesundheitsproblemen sucht man zum Glück vergebens. Alle Inseln sind mit Krankenstationen oder Krankenhäusern ausgestattet. Mit fiebrigem und von Durchfall geplagtem Kleinkind besuchten wir dasjenige in La Digue. Die Ausstattung ist kein high-tech, aber es sind Ärzte und Schwestern da. Die Durchsicht des Patienten erfolgte Seitens des behandelnden Arztes nach der Methode „grob ist gut genug!“. Aber wir wollten ja auch kein Wellness-Paket einlösen, sondern abklären, ob der Junior Dengue oder „nur“ hohes Fieber hat. Die Konsultation des Arztes kostete bar 200 SCR + die verschriebenen Medikamente. Auslandsreiseversicherung sollte man haben! Für alles weitere siehe auch --> Sauberkeit

I

  • Infrastruktur
    Zählen wir hierzu: Straßen, Flug- und Fährverbindungen, ÖPNV, Strom- und Wasserversorgung sowie Müllabfuhr und Abwasser, so ist zu sagen: Es ist alles vorhanden und funktioniert erstaunlich gut. Vielleicht nicht ganz so stabil und getaktet wie in Mitteleuropa und Deutschland, jedoch in sehr hohem Maß. So sind Fähren, Inlandsflüge und auch Busse meist sehr verläßlich im Fahrplan. Die Straßen sind nicht aus Gold, aber auch keine üblen Rumpelpisten. Insgesamt ein deutlich höheres Niveau als viele Länder, die wir in Südostasien bereist haben.
  • Insekten / Moskitos und anderes Getier
    Von mehreren Südostasien-Reisen sind wir tausende Moskitos, milliarden sonstiger Mücken, aufdringliches Getier, giftige Spinnen und Schlangen sowie eine regelrecht erbarmungslose Tier- und Pflanzenwelt gewohnt. Bei den Seychellen rechneten wir mit ähnlichem, wurden jedoch positiv überrascht. Ja, wir wurden hin und wieder einmal gestochen, aber Nein, wir wurden bei weitem nicht so „aufgefressen“ wie wir es zuvor dachten. Und die Stiche, die wir kassiert haben, haben bei weitem nicht so geschmerzt, wie Stiche, die wir schon auf anderen Reisen bekommen haben. Wirklich giftiges und gefährliches Getier scheint es nicht bis ins hiesige Paradies geschafft zu haben, auch wenn die einheimischen Spinnen brachial groß werden können! Die machen aber nix!!! Auch abends im freien unter der Lampe sammeln sich keine tausende von Mücken. Die Geckos müssen sich echt ranhalten, um satt zu werden. Nicht unerwähnt bleiben sollte es dennoch, dass hin und wieder Dengue in der ein oder anderen Region aufkommt. Also ganz auf Mückenschutz verzichten sollte man nicht! Ansonsten scheint die Tier- und Pflanzenwelt der Seychellen tatsächlich nicht so böse zu sein, wie in anderen Ländern.

K

  • Kleidung / Gepäck
    Ein heikles Thema, das hier nur angeschnitten werden kann, denn es muss jeder für sich selbst entscheiden, was und wieviel er um die Welt schleppen will! Als 3-Personen Familie mit Kleinkind wog unsere gemeinsame und einzige Reisetasche für die Seychellen 22 kg. Es waren Windeln und Babysachen für mehr als 1 Woche drin. Außerdem enthielt die Packliste ein komplettes Schnorchel-Equipment samt Flossen, unsere technischen (Lade-)Geräte und die Kleidung aller Beteiligter. Letztere hat sich (mal wieder!) als zu viel herausgestellt, obwohl wir zuhause dachten es wäre das Minimum was man einfach mitnehmen sollte. Tipp: minimalistisch denken! Alles richten und vorm Einpacken nochmal etwas wegnehmen! Die Seychellen sind nicht der Mond. Somit kann man notfalls auch alles nachkaufen, was man an Kleidung zu wenig eingepackt hat.
  • Kreditkarte, siehe --> Geld wechseln / abheben

L

  • Lebensmittel, siehe --> Essen / Einkaufen

M

  • Mietauto / Mietwagen / Autofahren / Straßenverkehr / Linksverkehr
    Vor allem zur Erkundung der großen Hauptinsel Mahé ist es tatsächlich sinnvoll und bequem sich einen Mietwagen zu nehmen. Wer individuell wohnt (Stichwort: Self Catering) wird schon bei der Ankunft für den Weg zwischen Flughafen und Unterkunft ein Taxi nehmen müssen. Gerüchten zu folgen, nehmen die meist gut gefüllten, öffentlichen Busse ungern Passagiere mit, die ihr gesamtes Reisegepäck im Schlepptau haben. Die lassen Euch einfach stehen! Je nach Entfernung können schon für diese erste Taxifahrt die gleichen (oder sogar höhere) Kosten entstehen wie für die Tagesmiete eines Kleinwagens. Bei den vielen kleinen Kia´s und Hyundai´s, die auch bei den Einheimischen als Hauptauto beliebt sind, ist mit ca. 45 € Mietkosten pro Tag zu rechnen. Autovermietungen gibt es auf Mahé wie Sand am Meer. Etwa 5 € günstiger wird es, wenn man einen Schalt- statt Automatikwagen nimmt. Davon rate ich persönlich ab. Denn der mitteleuropäische Fahrer hat schon genug damit zu kämpfen, wenn er im seychellischen LINKSverkehr keinen Unfall bauen will. Das (vor allem am ersten und zweiten Tag) ohnehin ständig verwirrte Hirn müsste dann auch noch die linke (!) Hand am Schalthebel koordinieren und gleichzeitig versuchen nicht in den Graben zu fahren. Ich persönlich hatte mich etwa am 3. Tag an das Linksfahren gewöhnt, bat jedoch meine Beifahrerin weiterhin darum regelmäßig und ohne Aufforderung den Befehl „Links fahren!“ zu wiederholen. So kommt man als Team ganz gut durch. Einen Kindersitz für unseren Junior bekamen wir übrigens kostenfrei hinzu. Ob es jedoch auch Babyschalen für sehr kleine Kids gibt, sollte man vorab erfragen! Bis auf den Linksverkehr sind die Straßen recht ordentlich, jedoch meist deutlich schmaler als man es aus Deutschland gewohnt ist. Durch die Topographie der Insel, hat man es je nach Ausflug auch einmal mit anhaltenden Serpentinen-Strecken bergauf und bergab zu tun. Das kann Laune machen, aber auch im Graben enden. Stichwort „Graben“: in der Regel gibt es links und rechts neben der Fahrbahn keine Grünfläche als Puffer. Meist ist die Asphaltkante nach außen hart abgegrenzt und daneben geht es in einen mindestens knietiefen oder richtig tiefen (Meer) Graben hinab. Wer da reinfährt, schrottet sein Auto definitiv. Zusätzlich knifflig wird es dadurch, dass die entgegenkommenden Fahrzeuge oftmals sehr „raumgreifend“ fahren. Auf gut Deutsch: Jeder zweite, der Dir entgegenkommt, fährt zur Hälfte über der Mittellinie auf Deiner Seite! Das gilt für größere Fahrzeuge wie Busse und LKW noch mehr als für Autos. Pass Dich einfach daran an und nimm auch Du Dir „Deinen“ Platz + ein bisschen mehr. Gemildert wird das ganze dadurch, dass ganz oft nur 40 km/h erlaubt sind und der Verkehr deswegen gemächlich fließt. Nur auf den zweispurigen Straßen in den Außenbezirken von Victoria darf auch mal bis zu 80 km/h gefahren werden. Generell kann man überhaupt nicht von einer „Ellbogen-Fahrweise“ sprechen! Der Verkehr fließt im großen und ganzen „gut und freundlich“. Manchmal jedoch so freundlich, dass Dein Vordermann mitten auf der Hauptverkehrsstraße stehen bleibt, weil von neben aus einem winzigen Weg ein Auto einbiegen möchte, das eigentlich garkeine Vorfahrt hätte. Das interessiert aber keinen. Dein Vordermann will freundlich sein und bleibt halt einfach mal stehen. Also: rechne auch damit täglich mehrfach!
    Nochmal zum Mietwagen: Auch wer eine lange Anreise hinter sich hat und eigentlich nur noch in die Unterkunft möchte, sollte eine ordentliche Übernahme des Wagens machen: alle vorhandenen Beulen und Kratzer des Wagens sollten vor Abfahrt im Protokoll notiert werden. Noch besser ist es Fotos zu machen, die man hinterher als Beweis zeigen könnte. Lasst nicht fremde Kratzer Euer Reisebudget mindern!
    Tankstellen gibt es nicht so häufig wie bei uns, jedoch ausreichend. Plant für die Tagesfahrten ein wenigstens noch 100 km mit dem Tank fahren zu können. Das sollte inklusive des Ausflugs eigentlich immer genügen, um noch eine Tankstelle zu erreichen. Auf den Seychellen gibt es Tankwarte denen man einfach sagt wie viele Liter oder aber welchen Betrag man tanken möchte. So muss man nur die Klappe öffnen und kann sitzen bleiben. Der Spritpreis ist überall gleich (staatl. kontrolliert) und günstiger als in Deutschland.
    Zum Mieten eines KFZ genügt der deutsche / europäische Führerschein.
    Um ums zurecht zu finden nutzten wir gerne und problemlos eine der oben genannten Handy-Apps mit offline Navi-Funktion, siehe --> Apps.
  • Moskitos, siehe --> Insekten
  • Mückenschutz, siehe --> Insekten
Postamt Victoria Clocktower Mahé Seychellen

P

  • Postkarten / Briefe / Briefmarken

Für manche ein Relikt aus grauer Vorzeit, für andere ein Muss aus dem Urlaub eine Karte zu schreiben. Nach unserer Seychellen-Hochzeit haben wir uns etwas Besonderes für unsere Lieben ausgedacht und ein Foto vom Hochzeitstag in einem Fotogeschäft in Victoria vervielfältigen lassen. Diese Fotos haben wir in Briefumschläge eingetütet (diese gibt es ebenso wie Briefmarken auf dem Postamt in Victoria nahe dem Clocktower) und in die Heimat geschickt. Ein internationaler Brief kostet in Marken 9 SCR. Also recht günstig. Die Laufzeit nach Europa und Australien schwankte stark zwischen 2-4 Wochen.

R

  • Rauchen, siehe --> Zigaretten

S

  • Sauberkeit

    Auf La Digue waren wir unglaublich begeistert von der Sauberkeit. Kaum mal ein Kaugummipapier, eine Flasche oder sonstiges war entlang der Wege, Straßen, Plätze oder generell im öffentlichen Raum vorzufinden. Das Inselchen wirkte tatsächlich besenrein und hob die Seychellen somit für uns in eine neue Liga bezüglich „Paradies“. Noch als wir da waren sagten wir uns „Wären wir jetzt in Asien, wäre hier alles voller Plastik, Verpackungen, Glas und sonstigem Unrat!“. Ein einziges Mal „stolperten“ wir über eine wirklich versiffte Ecke in einem Wohngebiet von La Passe. Das kleine Wäldchen, das wir unwissend durchquerten, war so etwas wie ein Treffpunkt für Schnapsdrosseln und anderweitig abgedriftete Personen. Ja, menschliche Schicksale und (übermäßigen) Alkoholkonsum gibt es auch im Paradies! Ansonsten hatten wir das Gefühl, dass die Einwohner tatsächlich auf Sauberkeit achten und es unüblich ist etwas auf die Straße zu werfen.
    Auf Mahé sah dies bereits anders aus. Auch wenn die Hauptinsel ebenfalls alles andere als verschmutzt ist, gab es schon hin und wieder eine „verlorene“ Verpackung, Zigarettenkippen oder auch mal Glasbruch vorzufinden. Hier entdeckten wir jedoch auch Personen, die mit Müllsäcken bewaffnet Straßen- und Strandabschnitte abliefen und dabei Unrat sammelten. Offensichtlich wurden sie dafür in irgendeiner Weise entlohnt. Auf beiden Inseln gibt es im Straßenbild Mülltonnen wie in (bzw. aus) Deutschland und eine regelmäßige und gut funktionierende Müllabfuhr.

Unbeschwertes Toben an einem blitzblank-sauberen Strand:

 

 

  • Self Catering

    Weit verbreitete Unterkunfts-Variante ähnlich der deutschen Ferienwohnung. Meist sind die Unterkünfte am oder im Haupthaus des Besitzers angegliedert. So wird man persönlich begrüßt und findet auch immer ein offenes Ohr für Fragen und Tips oder auch die Buchung eines Fahrrads oder Ausflugs. Wir mögen diese Variante und ziehen sie (natürlich auch wegen des günstigeren Preises) einem Hotelaufenthalt, in welchem man lediglich mit dem „auf höflich getrimmten“ Personal in Berührung kommt, vor. Die Wahl eines Hauses ist wie immer die Qual der Wahl. Unterschiedliche Standorte, Größen, Zimmeraufteilungen und Ausstattungen stehen zur Wahl. Was wir rein inhaltlich in unseren beiden Unterkünften vorgefunden haben, waren „nett, sauber und vollständig“ eingerichtete Zimmer und Küchen samt allen Dingen, die man auch zuhause hat (Kühlschrank, Herd, Backofen, Wasserkocher, Spüle, Toaster sowie manchmal Kaffeemaschine, Reiskocher, Sandwichmaker) plus Besteck, Töpfe, Teller etc.. Und ein wenig Salz und Pfeffer, denn daran denkt ja keiner!

Schaut im Video in die beiden Unterkünfte rein, die wir auf La Digue und Mahé unser Heim nennen durften:

  1. Unterkunft auf La Digue (Norden): https://islandbungalow.jimdo.com/
  2. Unterkunft auf Mahe (Anse Royale): https://www.healing-islands.de/
  • Service / Dienstleistung / Mentalität
    Dieses sehr subjektive und emotionale Thema versuchen wir nüchtern zu behandeln: Die Seychellois weisen das z.B. in Südostasien weit verbreitete "Dauergrinsen" samt ständigem "Hello, hello mai frend, hau a ju!" in keiner Weise auf. Im Umgang mit Kunden (sei es der Ladenbesitzer oder die Beamtin auf der Hauptpost) ist man professionell-freundlich, jedoch keinesfalls überschwänglich oder gar anbiedernd. Man erledigt in aller Ruhe und ohne Hast sein Geschäft und zum Schluß gibt es (wenn man selbst etwas sagt!) ein bye-bye und ggf. einen leichten Anflug von Lächeln. Ansonsten ist die seychellische Mimik über den Tag hinweg eher "sparsam". Kein Frage: wer lächelt, bekommt ein Lächeln zurück. Aber von alleine fällt einem niemand um den Hals. Selbst wenn man etwas kauft, also so gesehen für Geldfluß an den Empfänger sorgt, kommt es zu keiner sonderlichen Herzlichkeit. Das hat auch seine Vorteile. Denn uns ist es in 16 Tagen auf den Seychellen kein einziges Mal passiert, dass wir nervig oder gar ständig angelabert und etwas gefragt wurden (siehe Südostasien oder Türkei, denn dort kann die Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit auch mal in penetrante Aufdringlichkeit umschlagen!).
  • Sicherheit

    Reduziert man den Aspekt der gefühlten Sicherheit auf die reine These „Je besser es einer Gesellschaft und ihren einzelnen Mitgliedern geht, desto sicherer bewegt sich ein Tourist in ihrer Mitte“, so könnte man diese Aussage direkt auf die Seychellen übertragen. Gesamtgesellschaftlich gesehen gibt es kaum wirkliche Armut und schon gar keine bittere Armut. Simpel gesagt hat jeder ein gesundes Auskommen und niemand den Zwang jemand anderen zu bedrängen oder zu bestehlen, um dieses sichern zu können. Vor allem auf La Digue, wo es relativ unüblich ist überhaupt irgendwo sein Fahrrad mit einem Schloß zu sichern, herrschte für uns eine subjektiv sehr große Sicherheit. Auf Mahé etabliert sich laut Aussagen dort dauerhaft lebender Gesprächspartner wohl seit einigen Jahren tatsächlich eine gewisse Drogenszene, die auch mehr und mehr eine Beschaffungskriminalität mit sich bringt. Auch davon bekamen wir jedoch zu keiner Zeit etwas mit. Fazit: sag niemals nie, aber in kaum einem anderen Reiseland haben wir uns so sicher gefühlt wie auf den Seychellen.

  • Strom
    Auf den Seychellen wird ein anderes Stecker / Steckdosensystem genutzt als in Deutschland. Genau genommen handelt es sich um den britischen Steckertyp "Typ G" oder auch "BS1363". Oder auch als „british 3-Pin“ oder „Commonwealth-Stecker“ bezeichnet. Schlaufüchse lesen auf Wikipedia weiter.
    Ein Reiseadapter ist in der Regel erforderlich. Unsere beiden Unterkünfte (siehe Videos unter "Self Catering") hatten übrigens erstaunlich viele Steckdosen in allen Zimmern. Somit hätten wir zum Laden unserer Geräte einfach erstaunlich viele Reiseadapter mitnehmen können. Im Bad gab es sogar einmal für "Gäste aus aller Welt" eine feste Steckdose mit Anschlüssen jeglicher Art. Darauf kann man jedoch grundsätzlich nicht bauen. Geheimtipp: Wer es bequem mag (und das waren wir auch!): einfach zusätzlich zum Adapter eine deutsche 3-Fach-Steckdose (mal ehrlich, die wiegt 350 Gramm) mitnehmen und 3 Geräte gleichzeitig aufladen!

T

  • Tankstellen, siehe --> Mietauto
  • Tauchen / Schnorcheln
    Unser Herz weint! Als passionierte Taucher haben wir aufgrund anderweitiger Urlaubsaktivitäten (wie Heiraten) von vornherein das Tauchen auf den Seychellen nicht auf dem Plan gehabt und können nichts darüber sagen. Dennoch hatten wir einen Komplettsatz Schnorchel-Equipment (Maske, Schnorchel, Flossen) dabei. Wenigstens das Schnorcheln haben wir uns nicht entgehen lassen. Die Unterwasserwelt auf La Digue an der Anse Severe sowie auf Mahe an der Petit Anse (Zugang über Four Seasons Resort) haben wir uns mehrfach angeschaut. Leider wurden auch die Seychellen nciht von El Nino verschont und so gibt es unterwasser sehr viel (90%!?) graue, tote Korallen zu sehen. Dennoch sind die üblichen, bunten Tropen und Riff-Fische anzutreffen. Des weiteren sahen wir: Adlerrochen, Stachelrochen, Schildkröten, Muränen und einen Weißspitzenriffhai (alles an der Anse Severe im Bereich zwischen den großen Felsblöcken, die im Meer vor dem Strand herausragen.

 

 

  • Takamaka-Rum, siehe --> Alkohol
  • Trinkwasser

    In den beiden „Self Catering“ Unterkünften in welchen wir auf La Digue und Mahé wohnten, haben wir jeweils das Leitungswassser zum Kochen und auch Trinken benutzt. Wir fanden den Geschmack überhaupt nicht sonderlich gechlort (wie oftmals in anderen Ländern)  und haben in 16 Tagen lediglich 3 PET-Flaschen an Müll produziert, da wir die vorhandenen immer wieder nachgefüllt haben. Lediglich für den Junior haben wir das Wasser abgekocht, um ganz sicher zu gehen, dass davon keine Unstimmigkeiten ausgehen. Das spart Müll und übrigens auch Geld!

W

  • Wasser, siehe --> Trinkwasser
  • Windeln, siehe --> Essen / Einkaufen
  • Wlan / Internet

    In den letzten Jahren ist Wlan und gut erhältliches sowie kostenloses Internet im weltweiten Reisesektor zu einem ebenso selbstverständlichen Faktor geworden, wie ein Bett im Zimmer zu haben. Diese Entwicklung ist jedoch auf den Seychellen (zumindest zu unserem Reisezeitpunkt) noch nicht eingetreten. Internet / Wlan in Unterkünften gibt es meist nur gegen Aufpreis. Dies begründet sich nicht aus Gier, sondern dadurch, dass die weit „von der sonstigen Welt“ entfernten Seychellois tatsächlich ziemlich viel für einen Internetanschluß plus Datenvolumen bezahlen müssen. Es muss nämlich alles erstmal ins All geschossen werden, bevor es auf den übrigen Kontinenten ankommt. Auch in Bars, Restaurants und an öffentlichen Orten braucht man momentan nicht mit Free-Wifi-Spots zu rechnen. Schlussfolgerung: die Kiste einfach mal aus lassen und den Urlaub genießen! Für diejenigen, die ins Netz müssen: Es gibt wenige Internetcafes, aber die touristischen Betriebe und Unterkünfte haben in der Regel einen Anschluß, den sie gegen Gebühr frei geben.

Z

  • Zigaretten

    Raucher aufgepasst! Kippen sind auf den Seychellen sauteuer. Bring Euch am besten Eure Glimmstängel von zuhause oder aus dem Duty Free im Flugzeug / Flughafen mit. Allein ein Päckchen einheimische Kippen „Mahé Kings“ (Inhalt 10 Stück) kostet ab 65 SCR aufwärts.



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