Unser Umzug ins neue Heim #3: Warmwasser gibt´s nur wenn der Heizungsfachmann Lust hat!

Nach den beiden ersten Teilen „Wo ist unsere Hecke?“ und „Kein Bild kein Ton – wir kommen schon“ unserer Probleme nach dem Umzug ins neue Heim geht es nun ans Eingemachte. Unsere Warmwasser-Wärmepumpe ging schon nach drei Tagen in der neuen Wohnung kaputt. Anstatt das Problem zügig zu lösen, ließ sich der örtliche Heizungsbauer jedoch den gesamten Winter über nur mit Müh und Not dazu überreden sich der Sache einmal anzunehmen…

Wärmepumpe nach drei Tagen kaputt

Der örtliche Heizungsbauer hat keine Termine und keine Ahnung

Display Wärmepumpe Hersteller kaputt

Willkommen auf unserer dritten, hartnäckigen Dauerbaustelle nach dem Umzug! Schon am dritten Tag ging die Haupt-Schalteinheit der Wasser-Wärmepumpe mit sämtlicher Elektronik und Firlefanz kaputt. Die Digitalanzeige zeigte nur noch eine Fehlermeldung, die laut Handbuch nur durch den Fachmann zu beheben sei. Der hinzugezogene, örtliche Heizungsbauer kapitulierte nach kurzer Begutachtung und machte für uns einen Termin mit dem Hersteller-Kundendienst. Als Kunde kann man nämlich heutzutage garnicht mehr mit den Göttern der Herstellerfirma in direkten Kontakt treten. Das geht nur noch durch den Mittelsmann „örtlicher Handwerker“, der die Geheimnummer wahrscheinlich im Safe aufbewahren muss. Also schön die Kommunikations- und Leistungskette in die Länge ziehen wo es nur geht! Nach etwa einem Monat Wohnzeit stand der Hersteller-Kundendienst zum ersten Mal auf der Matte. Ein Tag auf den wir wie auf Weihnachten hingefiebert hatten! Schließlich war die Warmwasserzufuhr in der Zwischenzeit alles andere als wirklich warm.

Der Hersteller-Kundendienst gibt sich wenig Mühe und repariert nur die Hälfte

Aufgrund der vorab übermittelten Fehlermeldung hatte der Spezialist direkt eine komplett neue Schalteinheit im Wert von mehreren hundert Euro dabei. Diese baute er ein und meinte, „dass die Anlage nun laufen müsste. Wenn nicht, dann is´ wahrscheinlich ein weiterer Kondensator kaputt. Das prüfe ich aber jetzt nicht, denn ein entsprechendes Ersatzteil hab ich eh nicht dabei“. Das klingt logisch und klingt nach einer „gesunden Einstellung“ zum Thema „Ich werde ja schließlich nicht bezahlt um meinen Job gut zu machen, sondern den Kunden möglichst schnell abzufertigen!“.

Resultat dieser ersten aber nicht zielführenden Handwerkerleistung: das Lüfterrad der Wärmepumpe wollte, wenn die Anlage anspring, immer noch nicht von selbst anlaufen. Es musste jedes Mal, wenn es soweit war, per Hand angeschubst werden. Danach kam es dann von alleine in die Gänge und erreichte immerhin eine gewisse Drehzahl. Der örtliche Heizungsbauer, den wir umgehend über diesen Umstand  informierten, befand dies jedoch nicht so dringlich. Es folgten zahlreiche Anruf(versuche) und sogar das persönliche Vorsprechen in seinen Geschäftsräumen mit Bitte um einen Termin.

Der örtliche Handwerker hat keinen Termin mehr frei und läßt uns warten

Da zwischenzeitlich auch bei unserem direkten Nachbarn etwas mit der Heizung nicht stimmte und für dort bereits Teile bestellt waren, versprach er mir vorbeizukommen, sobald er die Ersatzteile beim Nachbarn verbauen würde. Also sprach ich nach drei Wochen den Nachbarn an, ob denn der Handwerker schon einen Termin mitgeteilt hätte. Nein, die benötigten Ersatzteile seien noch nicht eingetroffen, sagte mir dieser. In der Zwischenzeit mussten wir täglich mehrfach wieder runter in den Keller und das Lüfterrad per Hand andrehen, damit das Gerät seine Arbeit aufnehmen konnte. Machten wir dies nicht, brummte und wummerte das Aggregat wie ein uralter Kühlschrank stundenlang vor sich hin. Dummerweise ohne dabei Warmwasser zu erzeugen, jedoch unter gleichbleibendem Stromverbrauch! Da das Gerät zu jeder Tages- und Nachtzeit anspringen wollte, hatten wir auch in vielen Nächten wunderbare Beschallung, bis ich wieder in den Keller tappte, um das Rad anzudrehen. Nach einer Zeit wurde mir das zu dumm und ich stöpselte einfach eine Zeitschaltuhr an den Stecker. So war immerhin in den Nachtstunden Ruhe garantiert. Die Folgen dessen war jedoch absehbar: die morgendliche Warmwassertemperatur lag dann oftmals bis zu 8 Grad unter ihrem Soll, weshalb das Gerät nach Einschaltung ununterbrochen bis Mittag durchlief, um das Soll wieder zu erreichen. Ein unglaublich nerviger Zustand!

Nach weiteren drei Wochen traf ich zufällig den Nachbarn und der sagte mir, dass der Handwerker schon kurz nachdem ich ihn angesprochen hätte, bei ihm gewesen sei, um die Ersatzteile einzubauen. Geil, bei uns hat er sich aber wie versprochen nicht gemeldet!

Nur mit heftigem Nachdruck bequemt sich der Heizungsfachmann zu einem Termin

Also rief ich ihn wieder an und setzte ihm (endlich…ja, ich weiß, das hätte ich viel früher machen sollen, aber ich bin wohl irgendwie zu gutmütig) das Messer auf die Brust: vorbeikommen und die kack-Anlage endlich in Ordnung bringen, oder ich veranlasse meinen Vermieter dazu den Heizungsbauer zu wechseln. Das hat dann endlich gefruchtet und er schickte uns immerhin zwei seiner Gesellen vorbei, die sich „die Sache mal ansehen sollten“.

Mitte Januar - also mehr als drei Monate nachdem das Problem auftauchte! - war er dann so weit. Man stellte fest, dass es tatsächlich der AA-Batterie-große Kondensator war, der aufgrund eines Defektes das Lüfterrad nicht anlaufen ließ. Dieser wurde getauscht und plötzlich lief das Teil wie eine Rakete. Selbständig, leise und hoffentlich ab sofort auch Kosten-Nutzen-effizient! Was uns die bisherige energetische Odyssee an Stromkosten eingebracht hat, werden wir mit der kommenden Stromrechnung erfahren.

Fazit: Traue weder dem Heizungsbauer noch dem Hersteller-Kundendienst, bis wirklich alles einwandfrei läuft!

Und was lernen wir daraus? Weder der Hersteller noch der örtliche Heizungsbauer haben Lust ihren Bockmist zeitnah und zur Zufriedenheit des Kunden in den Griff zu bekommen. Was bei den Herrschaften zählt sind keine nervigen Reparaturen, sondern Neuverkäufe ihrer Geräte. Denn wer deren "Qualitätsprodukte" bereits im Haus stehen hat, nervt nur, kauft aber nix neues! Nächstes Mal, liebe Freunde, werde ich meinen Vermieter bereits nach kürzester Zeit dazu anweisen einen anderen Heizungsbauer zu beauftragen, der sich der Sache ordentlich und zeitnah animmt. Und der "Fachmann" vom Hersteller kommt mir auch nicht mehr mit vagen Aussagen wie "Das MÜSSTE jetzt EIGENTLICH funktionieren!?" davon!

WEITERLESEN: Dieses war der dritte Streich. Doch der vierte folgt sogleich

Welches krasse Problem wir mit dem Telekomanbieter O2 und dem großen Bruder Deutsche Telekom hatte, bis wir nach mehr als vier Monaten im neuen Heim endlich Internet und Telefon bekamen, berichte ich im letzten und härtesten Beitrag.


 

Ein Beitrag von Matthias.

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