Reiseanekdoten #002: Die schönsten Wasserfälle - Laos

Auf unseren bisherigen Fernreisen haben wir bereits einige sehr schöne Wasserfälle besucht. Da es die unterschiedlichsten Arten von Kaskaden gibt, ist es sehr schwer sich festzulegen welcher nun schöner ist als der andere: die einen stürzen beeindruckend weit in die Tiefe, die anderen führen gewaltige Wassermassen mit sich und die nächsten verwandeln ihren Standort in eine Fantasyfilm-artige Szenerie. Wir stellen einige unserer Highlight vor. Während es in Mittelamerika sehr hohe Wasserfälle waren, besuchten wir ins Laos die Kaung Xi Wasserfälle, die hier kurz herausgehoben werden sollen...

Laos: Ein Wasserfall ist beeindruckender als der nächste

Der Tad Kuang Xi (Tad = Wasserfall) etwa 30 km südwestlich von Luang Prabang. Mit seinen vielen terrassenartigen Fallstufen, die teilweise nur zwischen 30-80 cm "fallen" (im Video: 0,05-0,15), hat er eine recht langgestreckte Flächenausdehung. Im Bereich der roten Brücke (neu errichtet im Dezember 2011) befindet sich der Hauptwasserfall (0,15-0,35), der mindestens 30 m tief fällt. Links und rechts kann man steil an ihm emporsteigen und schließlich von seinem Plateau aus in die Tiefe schauen (0,36-0,47). Der wacklige Holzzaun ist die einzige Abgrenzung bevor es in die Tiefe geht. In Deutschland undenkbar, in Laos ganz normal

Ab 0,48 befinden wir uns am Tad Se, der sich etwa 20 km östlich von Luang Prabang befindet. Er gilt als Hauptsehenswürdigkeit der Region und täglich werden viele Minivan-Ladungen an Besuchern aus LP herangekarrt. Er liegt sehr verwunschen im Wald und den letzten Kilometer muss man auch mit dem Boot über den Fluß übergesetzt werden.

Beide Wasserfälle haben wir an einem Tag besucht. Mit einem gemieteten Moped kann man dies unabhängig von Reisegruppen und in seinem eigenen Tempo absolvieren. Ist man früher als die Touristenhorde vor Ort (diese kommt gegen 12 Uhr an), hat man den Wasserfall fast für sich alleine und kann in aller Ruhe darin Baden (siehe Video Waserfälle #3).

Den Wasserfall 0-0,22 haben wir im Zuge unserer 2-tägigen Moped-Tour über das Bolaven-Plateau erreicht. Er befindet sich in einem Ethno-Dorf für dessen Besichtigung ein kleines Eintrittsgeld verlangt wird. Name Tad Pha Souam.

Wasserfall zwei (0,23-0,48) erreichten wir dann auf dem Rückweg. Aufgrund des Überhanges, konnte man unter dem Fall hindurchlaufen. Name Tham Champee.

Wasserfall drei (0,48-1,12) befand sich in der Nähe unseres Nachtquartiers. Name: Tad Lo. Hier konnten wir einen alten aber drahtigen Fischer beim Nachstellen von Aalen beobachten.

Tad Soung (1,13-1,44). Auf seinem trocken gefallenen Dach konnten wir einen tollen Kamera-Rundumblick einfangen. Über seine Hangkante pfiff ein strenger Wind, der das wenige Wasser, dass fallen wollte, wieder über uns hinweg ins Hinterland jagte. Seine Fallkante war in keinster Weise gesichert. Wer den Ausblick in die schier endlose Ebene genießen möchte, sollte sich im Klaren sein, dass es hier weit in die Tiefe geht.

Ab 1,44-2,15 ist Tad Hang zu sehen. Von den Bungalows im Hintergrund hat man einen tollen Ausblick auf den Fluß und den Wasserfall. Wie man sieht, waren wir in der Trockenzeit da. Wenn die Flüsse in der Regenzeit deutlich mehr Wasser führen, werden die Bäche sicherlich reißend und die Wasserfälle noch spektakulärer!

Ab 2,16 befinden wir uns wieder am Haupt-Fall von Tad Pha Souam. In der Regenzeit kann man sicher nicht auf dem Stein sitzen (2,35).

In den zahlreichen Terrassenbecken des Tad Kuang Xi kann man im azurblauen Wasser baden. Es ist frisch aber nicht zu kalt. Wenn man vor 12 Uhr da ist, hat man das Areal fast für sich alleine, bevor dann später Horden von Touristen aus Luang Prabang ankommen. Dem Wasserfall angegliedert ist auch eine Bärenaufzuchtstation, die vor allem bei Familien gut ankommen dürfte..

 

Ein Beitrag von Matthias.

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