Reptilium Landau - Ein Ausflug ins Reich der Reptilien

Für einen indoor Familienausflug stand das Reptilium in Landau schon lange auf unserer Wunschliste. Ende Februar 2017 waren wir dort. In diesem Artikel berichten wir was es an einem Nachmittag im Reich der Reptilien, Schlangen, Frösche und Amphibien alles zu erleben gibt. Fazit vorab: Definitiv ein besonderer Familienausflug. Sehr zu empfehlen!

 

Ein Beitrag von Matthias.

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Vorbereitung: Webseite übersichtlich und informativ

Die Webseite des Reptilium Landau ist übersichtlich, gut strukturiert, aktuell und für die Vorbereitung des Familienausflugs bestens geeignet. Neben den Eintrittspreisen, der Anfahrtsbeschreibung und den Fütterungszeiten finden sich viele weitere Infos wie z.B. Gruppenkonditionen oder Geburtstags-Specials. Die Webseite kann als nützliche Informationsquelle bezeichent werden

Dank der Internetpräsenz wussten wir, dass für uns Erwachsene pro Kopf 15,50 € und für den Junior 0€ (Kinder unter 4 Jahren sind frei) Eintrittsgebühren zusammenkommen würden. Die Basisgebühr dieses Familienausfluges lag somit bereits bei knapp über 30 €. Dass es sich trotzdem lohnt das Reptilium einmal (oder vielleicht auch hin und wieder) zu besuchen, zeigen hoffentlich die nachfolgenden Bilder und Texte:

Ein Nachmittag im Reptilium Wüstenzoo Landau

Nach reibungsloser Anfahrt über die Autobahn 65 - hier soll gesagt sein, dass es von der Abfahrt nur noch ein Katzensprung bis zum Reptilium ist - fanden wir problemlos eine Parkmöglichkeit direkt vor dem Eingang. Wohlgemerkt montags-nachmittags außerhalb der Schulferien. Aufgrund der wenigen Schritte ließen wir auch instinktiv Jacken und sonstiges Gerödel im Auto und hüpften in den nahen Kassenbereich. Dies sollte sich als sehr nützlich herausstellen, denn innerhalb der Ausstellung herrschen durch die vielen Terrarien mehr als angenehme Temperaturen sowie entsprechend hohe Luftfeuchtigkeit. Jacken würde man hier sicherlich recht schnell ablegen wollen.

Kaum die Tür geöfffnet, standen wird schon vor der Kasse und entrichteten unsere Eintrittsgebühr. Außer einem "Hallo, willkommen!" und dem Wechselgeld gab es keinerlei Informationen oder einführende Hinweise. Also drehten wir uns um und begannen uns zu orientieren. Rechterhand ging es zunächst mal in die Aufzuchtstation der Einrichtung. Hier werden Eier ausgebrütet und Neuankömmlinge gepeppelt. Coole Sache in diesem Bereich ist die sog. "Tastwand für sehbehinderte Mitmenschen", die viele wechselnde Strukturen sowie naturgetreue Tiernachbildugnen enthält. Der Junior musste natürlich auch direkt einmal an den Tierchen herumtatschen. Ansonsten wirkt dieser Bereich eher wie ein Schauraum einer Zoohandlung mit vielen separaten Terrariern hinter einer großen Scheibe. Danach ging es, rüber in den...

Hauptraum mit den Terrarien

Das Herzstück der Ausstellung ist vom Platz her großzügig bemessen. Die Gestaltung der Terrarien ist außen wie innen abwechslungsreich und weitestgehend ohne Plastik, Kunststoff oder sonstigen künstlichen Schnickschnack. Selbst wenn man sich diesen Bereich einmal mit zwei Schulklassen plus "normalen" Besuchern teilen muss, sollte es immer noch nicht zu Gedränge an den einzelnen Scheiben kommen. Es gibt keinen vorgegebenen Weg, weshalb man sich immer wieder neu heraussuchen kann, welches Terrarium als nächstes dran sein soll. Wird die benachbarte Station gerade von jemand anderem betrachtet, geht man eben zunächst woanders hin und kommt später zurück. An allen Terrarien, die für kleine Kinder zu hoch angelegt sind (oft liegt die Unterkante der Scheiben in Hüfthöhe von Erwachsenen) gibt es Holzklötze, auf die man die Knirpse draufstellen kann. Zur Vielfalt der gezeigten Tiere kann man nur sagen, dass es sich um ein beachtliches Spektrum quer durch den Bereich Reptilien handelt. Nicht-Biologen zählen im Hauptraum: Schlangen, Frösche, Echsen aller Art, Fische, Schildkröten (nass wie trocken), neuerdings Aligatoren, Schnecken, Spinnen, Skorpion, Tausendfüßler und coole Mimikri-Insekten wie Stabschrecken und "lebendes Blatt".

Stündlich zur halben Stunde finden unterschiedliche Schaufütterungen oder Informationsgaben statt. Was wann und wo stattfindet, ist mehreren Infotafeln innerhalb der Einrichtung und auch der Homepage zu entnehmen und wurde während unseres Besuchs auch kurz zuvor über Lautsprecher angekündigt. So kann man überlegen, ob man das angebot annimmt oder eben nicht. Wir haben uns eine Echsen-Fütterung angeschaut, die sehr informativ durch die Mitarbeiterin erläutert wurde.

Toiletten befinden sich übrigens im Hauptraum nahe dem Übergang zu Zusatzraum / Cafeteria und sind von jeder Stelle aus schnell erreichbar.

Nachthaus

Auch Dunkelraum genannt. Befindet sich als Schmankerl in der Nähe der Toiletten, am Übergang zwischen Hauptraum und Wüstenhalle. Hier trifft man auf Tiere die tagsüber, also dann, wenn wir Menschen als Besucher im Reptilium einfallen, eigentlich schlafen möchten. Die Schwarzlichtröhren lassen zu, dass man die Tiere sieht ohne, dass diese jedoch dadurch in ihrem Biorhythmus gestört werden. Dieser Raum ist nicht sonderlich groß. Er zeigt jedoch, dass man die Bedürfnisse der Tiere respektiert und sie nicht ohne nachzudenken "einfach so" zur Schau stellt.

Wüstenhalle mit Souvenirshop, Cafeteria und großem Sitzbereich

Hat man den tollen Hauptraum staunend durchlaufen, wird es Zeit für eine kleine Pause und Stärkung. Die direkt angrenzende, lichtdurchflutete Wüstenhalle mit beachtlicher Deckenhöhe beinhaltet neben einem Souvenirshop (jedoch unaufdringlich!) eine kleine Cafeteria  mit den üblichen Imbiß-Speisen und Getränken. Der zentrale Bereich besteht aus zahlreichen Sitzgelegenheiten mit ordentlichen Tischen und auch extra Tafeln für Geburtstagsfeiern - mit eigenem Thron-Stuhl für Geburtstagskinder! Er wird umringt von weiteren Gehegen mit Tieren wie Schildkröten, Erdmännchen usw. Also eher die Tiere aus dem Bereich "Wüste". Schön ist auch die kleine Spielecke mit übergroßen Legosteinen sowie Maltischen für die ganz kleinen.

Außenspielplatz als Bonus - unerwartet und groß!

Außenspielplatz Reptilium Landau

Wer das Reptilium nach ausgiebigem Besuch irgendwann mal wieder verlassen möchte (muss), kann dies durch einen eigenen Ausgang in der Wüstenhalle tun, ohne dass er zurück in den Kassen-/ Eingangsbereich muss. (Oder ist dies der einzige Ausgang und man soll garnicht zurück zur Kasse???). Manch einer wird - ebenso wie wir - von dem tollen Außenspielplatz überrascht sein, den er beim Verlassen der Wüstenhalle vorfindet. Allein aufgrund seiner Größe und Ausstattung können die Kids hier locker nochmal eine halbe Stunde verbringen. Also sollte man diese Station auch zeitlich auf dem Radar haben, wenn man eigentlich zügig zum Auto will! Bei unserem Besuch im Februar war es - ohne Jacken - für ein dauerhaftes Verweilen zu frisch und auch ein wenig trostlos, sodass wir zügig das Drehkreuz in die reptilienfreie Außenwelt durchschritten.

Subjektive Pros und Contras Reptilium Landau

Pro

  • ausführliche Homepage
  • toll gestaltete Räumlichkeiten und Terrarien
  • alles anhand von Schautafeln erklärt
  • Baumstümpfe als Trittstufe für die kleinen Besucher
  • unaufdringlicher Souvenirs-Shop
  • Bistro mit den üblichen Gerichten
  • großer Sitzbereich (auch für Geburtstage etc.)
  • Nahes, kostenloses Parken
  • kurzer Weg von / zu Autobahn

Contra

  • die Eintrittspreise sind nicht gerade gering, sodaß bsp. eine Familie aus 2 Erwachsenen + 2 voll zahlenden Kindern auf eine "Grundgebühr" von ca. 50 € kommt

Unsere persönlichen Top-Tips für einen Besuch im Reptilium Landau

  • Auch im Winter: Jacken - falls möglich - im Auto lassen! (Es ist mollig warm und die Luftfeuchtigkeit ist recht hoch)
  • Zeit mitbringen: Sehen, Staunen, Genießen!
  • Kamera nicht vergessen! Blitzlicht hat jedoch wegen Glasscheiben meistens keinen Sinn
  • Stündliche Fütterungen / Vorführungen mitmachen (auf der Homepage zu finden)
  • Vor der Abreise die Kids auf dem gut ausgestatteten Außenspielplatz toben lassen

Anreise und Parken Reptilium Landau

Von der A65 (Abfahrt Landau Zentrum) sind es nur noch wenige Fahrminuten und Abbiegungen bis zum Gewerbegebiet, in welchem sich das Reptilium befindet. An der letzten großen Kreuzung befindet sich unübersehbar ein Media Markt und weitere Gewerbegebiet-typische Geschäfte. Selbst wenn die Einrichtung (oder das Gewerbegebiet) einmal übermäßig gut besucht sein sollten (Ferien, Wochenenden etc.), sollte man immernoch problemlos in geringer Laufweite parken können. Wir parkten das Auto an einem Montagnachmittag direkt vor der Eingangstür. Alle Parkmöglichkeiten im Umkreis sind kostenlos.

 

Ein Beitrag von Matthias.

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Lies hier unseren Bericht über den Besuch im SEA LIFE, Speyer

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