Das Bierdosen Mobile - pädagogisch wertvolles Spielzeug für dein Kind

“Was gefällt dir denn an diesem Mobile nicht?” - Matthias war ziemlich enttäuscht, dass ich sein selbstgebasteltes Mobile aus leeren Bierdosen nicht annähernd so toll fand wie er. Ich schätze zwar Kreativität, aber ein Mobile aus Bierdosen? Über dem Bettchen unseres Babys? Einfach unpassend (um nicht zu sagen asi) - dachte ich. Aber ich hatte meine Rechnung ohne Maximilian gemacht...

Männer-Mobile aus Bierdosen

Alternativ hatten wir doch noch das geerbte, wunderschöne Mobile von Maximilians Cousine: Kindergerecht mit niedlichen Tierchen aus buntem, weichem Stoff. Einfach süß. Aber leider nicht für Maximilian. Er hat das schöne Tier-Mobile 3 Sekunden gemustert und sich dann gelangweilt weggedreht. Aber die Bierdosen-Konstruktion, die Matthias dem Junior sofort doch noch unter (in dem Fall über) die Nase hielt - davon war er begeistert! Er staunte, war wie hypnotisiert! Ich staunte auch. Und alle anderen, die das Ding zum ersten Mal über seinem Bett hängen sahen. “Sowas habe ich noch nie gesehen, das ist ja witzig!” - unsere Hebamme staunte auch und hat das "etwas andere" Mobile gleich mit ihrem Handy fotografiert. “Das muss ich den anderen Mamis zeigen” meinte sie.

 

Letztlich hat das Bierdosen-Mobile Maximilian viele Monate seines jungen Lebens begleitet. Nicht nur im Schlafzimmer, sondern auch im Bad über seinem Wickeltisch - als Ablenkung und zum Stillhalten beim Wickeln. Es hat prima funktioniert. Sein Blick wollte sich garnicht mehr von den glitzernden Dosen abwenden, nachdem man sie einmal angestupst hatte. Das Mobile wurde angestarrt, angelacht und später auch angebrabbelt…

Selbsgemachtes Bierdosen Mobile

Selbstgebasteltes Bierdosen-Mobile

(c) maximalplanet.com

Selbsgemachtes Bierdosen Mobile

Selbstgebasteltes Bierdosen-Mobile

(c) maximalplanet.com


 

Warum ich das schreibe? Weil das Bierdosen-Mobile ein grandioses Beispiel dafür ist, dass Kinder immer selbst entscheiden, was ein interessantes Spielzeug ist und was nicht. In den Kinderläden bersten die Regale vor Spielsachen aller Art und Preisklassen, die wir Erwachsene "niedlich", "pädagogisch wertvoll" oder einfach "toll" finden. Aber sehen das unsere Kleinsten auch so?

Am Ende ist zum Beispiel der Werkzeugkasten von Papa viel interessanter - selten habe ich Maximilian soooo lange mit etwas beschäftigt gesehen. Oder noch ein tolles Ding - leere Kochtöpfe. Oder der Gartenschlauch. Oder, oder, oder…

 

Nachahmen der Erwachsenen - das macht Spaß. Kinder aus denjenigen Regionen der Welt, in welchen es kein buntes Plastik-Spielzeug gibt, vermissen dieses wahrscheinlich auch in keinster Weise. Bei den Urvölkern in Südamerika oder Asien ist das schönste Geschenk, was man einem Kind machen kann, eine "kindgerechte" Miniversion eines Alltagsgegenstandes aus der Erwachsenenwelt. Zum Beispiel ein Mini-Paddel oder ein Mini-Pfeil-und-Bogen. Dann sind die Kleinen glücklich und vor allem ganz stolz. Klar, wir leben hier in einer völlig anderen Welt und wollen unsere Kleinen bestmöglich fördern.

 

Weihnachten ist gerade erst vorüber. Das bedeutet sowieso erstmal Schluss mit neuem Spielzeug - zumindest bei uns. Aber spätestens, wenn der Weihnachts-Shopping-Wahn in etwa 300 Tagen aufs Neue beginnt, erinnert sich vielleicht der ein oder andere an unser selbstgebasteltes Mobile und greift zu Schere, Faden und Klebstoff, um etwas Handgemachtes zu erschaffen!? Sicherlich fällt Euch etwas ganz Spezielles ein!

 

Aber Achtung - das Mobile aus Bierdosen ist bereits patentiert ;-)

 

Ein Beitrag von Marta.

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