SEA LIFE Speyer - Ein Ausflug mit Kind ins begehbare Riesen-Aquarium

Da wir schon einiges über das SEA LIFE in Speyer gehört hatten, haben wir es zum Jahresbeginn 2017 auch mal selbst als Ausflugsziel ins Auge gefasst. Ob Maximilian mit 16 Monaten noch (viel) zu klein dafür sein würde, wollten wir einfach mal herausfinden. Mehr als durch die Meerestiere nicht angesprochen zu werden, konnte schließlich nicht passieren.

 

Unser Fazit vorab: Definitiv ein "Zoobesuch" der anderen Art. Kann man mal machen!

 

Ein Beitrag von Matthias.

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Vorbereitung: Webseite und los

Nach kurzer - jedoch konfuser - Vorbereitung auf der Webseite des SEA LIFE SPEYER ging es ab auf die Autobahn. Die Preisdarstellung auf der Homepage ist leider etwas unklar. Wir haben zwar die Preise für Gruppen und auch einen Online-Preis gefunden, aber nirgends die klare Nennung des "normalen" Preises an der Kasse vor Ort. Da wir nichts online buchen wollten haben wir den Preis dann vor Ort herausgefunden. Es waren 16,50 € pro Erwachsenem und kostenloser Eintritt für Kinder unter drei Jahren. Somit ist man bei zwei Vollzahlern schonmal bei einer Fixsumme von über 30 € nur für den Eintritt.

Im Sea Life Aquarium Speyer

Dass die vorab online-Buchung mit "Vor Ort nur noch Handyticket vorzeigen" anscheinend Zeit sparen kann, haben wir erst nachvollziehen können, als wir bereits wieder fertig waren (ca. 15 Uhr). Denn dann war die Schlange am Eintritt lang. Als wir kamen (13.30 Uhr), konnten wir ohne Warten an die Kasse. Gleich nach der Kasse kommt man in eine Art "Einführungs-Zimmer", in welchem ein Intro-Film gezeigt wird. Da die dortige Tür zur Ausstellung nur automatisch nach einer gewissen Zeit öffnet, kann man hier nicht einfach weitergehen, sondern muss etwas warten. Wir vermuten, dass dies eine bessere "Taktung" der Besuchermengen herbeiführen soll. Ab dem ersten Raum taucht man voll in die Aquarien-Welt ein. Diese hier ausführlich zu beschreiben, würde den Rahmen des Berichts sprengen. Deshalb nur einige subjektive Fakten:

 

Die Vielfalt der gezeigten Fische und Meereslebewesen ist atemberaubend. Die Gestaltung der einzelnen Räume, Becken und Anschauungselemente ist unglaublich vielfältig, spannend und lehrreich. Gerade an die Kinder und eine kindgerechte Erklärungen wurde überall gedacht. Egal ob Lesen, Tasten, Fühlen, Rätseln, Mitmachen. Die Macher haben hier ein absolut durchdachtes Konzept an den Tag gelegt. Keine eckigen Glasbecken, wie im Zoohandel, sondern jedes Aquarium ein detailliert gestaltetes Unikat - sowohl in Farbe, Form, Größe, Inhalt etc. . Hut ab für diese unglaublich tolle Gestaltung und natürlich auch die exotische Vielfalt an kleinen und auch großen Fischen! Man könnte hier mit offenem Mund unzählige Stunden bis Tage verbringen!

Maximilian fand zwar mit seinen 16 Monaten den ein oder anderen Fisch ganz interessant, aber insgesamt war er einfach noch zu klein für dieses Erlebnis. Gut, dass kleine Menschen in seinem Alter noch kostenlosen Eintritt haben. Den etwas älteren Kids konnte man jedoch deutlich anmerken, dass für sie der Besuch im SEA LIFE SPEYER etwas wirklich Besonderes ist, das über den üblichen Zoo-Besuch hinaus geht. Das war es auch für mich als Erwachsenem!

 

Trotz all des Lobes hier noch einige subjektive Dämpfer: die Ausstellung ist wie am Fließband aneinander gereiht. Vom ersten bis zum letzten Raum geht es wie in einem Bergwerksstollen immer weiter voran. Mal weiten sich die Räume ein Wenig, mal ist es wieder wirklich eng und düster. Bleibt man einmal länger stehen, drängen sich andere Besucher in der Enge vorbei. Will man nochmal zurück zu einem anderen Becken, läuft man quasi gegen den Strom und muss sich egelrecht durch die nachfolgenden Besucher hindurch quetschen - und erntet den ein oder anderen genervten Blick. Dies erweckt (bei mir) leider das Gefühl nicht länger stehen bleiben "zu dürfen" und immer mit dem Strom schwimmen zu müssen. Schaut man sich das Gebäude nach dem Besuch von außen an, wird schnell klar, dass innen kein Zentimeter Platz verschenkt werden konnte, um all die tollen Becken unterzubringen. Da wir zu einem Zeitpunkt da waren, wo meines Erachtens garnicht so viel Ansturm herrschte, muss sich dieses Empfinden bei größerer Besucherzahl noch mehr aufdrängen.

Subjektive Pros und Contras SEA LIFE Speyer

Pro

Die Ausstellung ist:

  • extrem detailreich
  • äußerst abwechslungsreich (Menge & Art der Tiere)
  • sehr lehrreich - tolles Vermittlungskonzept
  • super kindgerecht
  • absolut toll designed
  • Souvenirs-Shop
  • Bistro
  • Nahes (aber kostenpflichtiges) Parken

Contra

  • unklare Preisdarstellung auf Homepage
  • Raumaufteilung wie am "Fließband" - dadurch Gefühl des "Mitschwimmen-Müssens" und "kein Weg zurück"
  • WC erst am absoluten Ende der Ausstellung
  • relativ hoher Eintrittspreis

Unsere Tips für einen Besuch im SEA LIFE Speyer

  • wer einen Fußweg einplant, findet sicherlich im Umkreis von 1-2 km einen kostenloses Parkplatz
  • auf Kinderwagen, dicke Jacken und großes Handgepäck verzichten
  • per online-Ticket vorab buchen spart anscheinend einiges an Geld
  • Fotografieren aufgrund der schwierigen Lichtverhältnisse fast unmöglich. Genießt lieber die Ausstellung anstatt zu knipsen!
  • kommt an einem Tag an dem nicht mit vielen anderen Besuchern zu rechnen ist. Ansonsten gibt es sicherlich lange Wartezeiten oder dichtes Gedränge in der Ausstellung

Anreise SEA LIFE Speyer

Dank Navi und innerstädtischer Ausschilderung ist die Anfahrt kein Problem.

Wer jedoch möglichst nah parken möchte (egal ob auf der Straße oder auf dem "Yachthafen-Parkplatz" mit Schranke), muss mit 1,50 € Parkgebühr pro Stunde rechnen - Maximalsumme pro Tag angeblich 5 €. Wer etwas Laufen möchte, findet evtl. im Umkreis kostenlose Möglichkeiten (haben wir nicht nachgeprüft).

 

Ein Beitrag von Matthias.

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Lies hier unseren Bericht über unseren Besuch im REPTILIUM in Landau


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